Uli mit dem dicken Hals
Es gibt viele Gründe die Bayern nicht zu mögen. Sie sind arrogant, rüpelhaft und haben unanständig viel Glück bei den Torchancen, sogar wenn sie richtig scheisse spielen. Mancher denkt sich, der Fussballgott muss einfach ein FC Bayern München Fan sein, anders ist einiges nicht zu erklären.
Eins steht aber auf jeden Fall fest. Ohne Olli Kahn, den Liebhaber prolliger Tresenschlampen, wäre der FC Hollywood in dieser Saison gewaltig abgekackt. Offensiv reissen sie schon lange nicht mehr raus, was sie defensiv sowieso versaubeuteln. Ohne Kahn wäre da schnell Schicht im Schacht.
Doch auch Kahns Stern sinkt langsam und ein neuer geht auf, der von Timo Hildebrand. Jung, nett, unverbraucht und international begehrt. So wie die gesamte Elf der Stuttgarter, die in dieser Saison alle lügen straften, die behauptet hatten, der Erfolg aus Schwaben wäre eine Eintagsfliege. Diese Tatsache stinkt nun ganz besonders den Bayern, die einfach nicht verstehen, wie ein Verein, der vielleicht ein Zehntel von dem kostet, was sie selbst in Spieler investieren müssen, so konsequent gut spielen kann.
Schade, dass am Samstag das Ergebnis nicht anders ausgefallen ist, das 1:0 für den FC Bayern war nicht wirklich gerechtfertigt, denn die hatten mal wieder gespielt wie eine Altherrenmannschaft, wie es Beckenbauer immer so freundlich umschreibt.
Trotzdem, Stuttgart hatte es nicht gepackt. Und Uli Hoeneß sass dann auch Sonntags dick und fett und selbstzufrieden bei Doppelpass und strunzte über seinen Verein, der nach der Winterpause mal so richtig loslegen würde, das sei klar. Weshalb das bisher nicht geklappt hat wurde allerdings nicht so klar. Wahrscheinlich ist das alles sowieso nur die Schuld der Medien, die den FC Bayern verfolgen wie böse Bluthunde und versuchen mit Häme und Bosheit die Erfolge dieses grossartigen Vereins zu schmälern.
Natürlich habe er keine Detektive auf die Freunde von Sebastian Deisler angesetzt. Aber er habe doch eine Sorgfaltspflicht dem Bub gegenüber, dem kranken. Und auf die vielen Millionen, die der Bub gekostet aber nicht wieder reingeholt hat sei auch geschissen, Hauptsache, der Bub wird wieder gesund! Ja, so isser, der Ulli, immer ein Herz für die Schwachen und Kranken. Wie damals für Christoph Daum. Da hat er auch keine Spitzel auf den Christoph angesetzt und die Infos an die Presse weiter gegeben um dem Trainer seines härtesten Konkurrenten massiv zu schaden. Nein, er wollte nur, dass der Bub wieder gesund wird! Der FC Bayern München hat doch eine Sorgfaltspflicht! Und wenn die diversen Manager in den oberen Etagen des Vereins fremdvögeln und das ganz blöde rauskommt, dann macht der Uli einfach persönlich ein paar schöne Versöhnungsfotos für die Zeitungen, alles aus Pflichtgefühl. Gut, dass er den Raimund Hinko hat, der Chef der bayerischen Sport Bild Readaktion ist eine grosse Hilfe. Der Uli zieht sich den Raimund einfach kurz aus dem Hintern und sagt ihm, was er so schreiben soll.
Alles für den Dackel, alles für den Club!