Frau G. liebt ebay. Da gibts alles und vieles sogar besonders günstig oder zumindest preiswerter, als im Geschäft.
Und um diese Schnapper aufzustöbern, wühlt Frau G. sich durch das Angebot, wie ein virtuelles Trüffelschwein.
Herr G. steht auch auf ebay und schnappt ebenfalls gerne das eine oder andere, allerdings ist die Artikelauswahl ausgesprochen unterschiedlich. Auf Herrn G. Liste stehen bevorzugt CDs von Bands mit einem blutrünstigen englischen Namen wie "suck my bloody cock" oder so ähnlich, auf denen Männer zu lauter Musik herumbrüllen und behaupten sie würden singen. Nee, ist klar.
Ich hingegen stöbere nicht nur für mich, nach Schuhen, Bastelkram, Schuhen, Klamotten, Porzellan, Schuhen und Schuhen, sondern auch für Freundinnen, wenn ich ein besonderes Geschenk suche.
In diesem speziellen Fall ist die betreffende Freundin schwanger und Frau G. hatte sich in den kopf gesetzt ihr ein Tragetuch zu schenken, auf das sie ein oder zwei gierige Blicke geworfen hatte. In Herrn G.s Welt der herumröhrenden Gewaltmusiker war bisher von der Existenz solcher Tücher scheinbar nichts bekannt. Es muss so sein, sonst hätte sich nicht folgender Dialog abgespielt:
Herr G.: Was suchst Du denn da?
Frau G.: Ich guck nach einem Didymostuch.
Herr G.: Wofür ist das denn gut?
Frau G.: Ein Tragetuch für Babys.
Herr G.: Und wieso heisst das Diddlmaustuch?
Frau G.: Didymos.
Herr G.: Sag ich ja, Diddlmaus.
Frau G.: Didymos. Deh, ih, deh, ypsylon.
Herr G.: Didymaus? Wer soll das denn sein?
Frau G.: Niemand. Weil es nicht Didymaus sondern Didymos heisst. Emm, oh, ess.
Herr G.: Was für ein blöder Name ist das denn?
Frau G.: *stöhn*